Blogstöckchen

Quelle: Matt Jones @ Unsplash
Quel­le: Matt Jones @ Uns­plash

Wir füh­len uns geehrt. Yvon­ne von Papier­hel­din hat ein Blogstöck­chen auf unse­ren Kom­post gewor­fen und wir wol­len sehen, was dar­aus gewach­sen ist. Die nach­fol­gen­den Ant­wor­ten haben wir der Über­sicht hal­ber farb­lich für Herr Lit­tel­mann und Herr Frum­mel getrennt.

1. Wo finden die meisten deiner Spielrunden statt und hast du schon einmal an einem ungewöhnlichem Ort gespielt?

In gemüt­li­cher Run­de um den Wohn­zim­mer­tisch. Wir haben schon mehr­mals im Stadt­park gespielt. Aller­dings darf unse­re hand­ge­zeich­ne­te Aven­tu­ri­en­kar­te auf kei­nen Fall feh­len.

Aber ich hat­te schon ganz wit­zi­ge Ide­en. Zum Bei­spiel war ich vor kur­zem in der Bre­ta­gne im Urlaub und habe mir unzäh­li­ge Burg­rui­nen und Klip­pen­forts ange­schaut und spon­tan ein Aben­teu­er dazu ver­fasst, das sich mit der Geschich­te des Ortes beschäf­tigt. Die ich mir natür­lich voll­kom­men frei aus­ge­dacht habe. Aber mehr will ich dazu nicht sagen, denn schließ­lich besteht ja die Chan­ce, dass ich das noch irgend­wann umset­ze. Wenn wir mal alle nach Frank­reich rei­sen…

2. Kennen deine Kollegen dein Hobby oder was erzählst du bei der Frage „was hast du am Wochenende gemacht“?

Ja. Spä­tes­tens wenn ich eines mei­ner Rol­len­spiel Shirts anha­be kom­men regel­mä­ßig Fra­gen. Am ein­fachs­ten ver­ste­hen Unwis­sen­de es mit »Com­pu­ter­spiel nur mit Stift und Papier«.

… obwohl ich Unwis­sen­den nicht mal mit dem Ver­gleich mit DnD kom­men wür­de.

3. Wie erklärst du einem Neugierigem was Pen&Paper ist?

Ein paar mal gab es sol­che Ver­su­che. Die meis­ten ende­ten mit dem Satz: »Am bes­ten ver­steht man Pen and Paper, wenn man ein­fach mal eine Run­de mit­spielt.«

4. Würfelst du lieber aus der Hand oder aus dem Becher und worauf würfelst du am liebsten?

Lie­ber mit der Hand, aber momen­tan ist unser Tisch immer sehr voll, sodass der Becher prak­ti­scher ist. Ich ver­su­che so sel­ten wie mög­lich unter die Couch zu krie­chen und nach Wür­feln zu suchen.

Ich habe einen DSA-Satz Stahl­wür­fel (mit so einer bil­li­gen Kup­fer­far­be, die an den Kan­ten abplatzt) und einen Glas­tisch zu Hau­se. Da muss­te ich natür­lich immer auf dem Boden wür­feln. Das aller­dings per Hand. Ehr­lich gesagt ver­ste­he ich auch gar nicht, war­um man Becher benut­zen soll­te. Naja, es sei denn man spielt Shadowrun oder War­ham­mer.

5. Plätschert beim Spiel Musik im Hintergrund oder untermalt sie nur bestimmte Stellen?

Was heißt da »plät­schern«! Die Musik ist hän­disch sor­tiert und aus­ge­wählt und läuft mit dem Spock­play­er zufäl­lig und mit Pau­sen sehr pas­send im Hin­ter­grund. Plät­schern ver­bin­de ich ja eher mit Beru­hi­gung.

Zu Beginn jedes Spie­le­abends wer­den unse­re bei­den Leit­mo­ti­ve (Intros zu neu­deutsch) ein­ge­spielt. Das passt her­vor­ra­gend zu dem Brauch, den letz­ten Abend von den Spie­lern zusam­men­fas­sen zu las­sen und damit so rich­tig in Stim­mung zu kom­men.

6. Was macht dich glücklicher, Dungeon crawling oder investigatives Rollenspiel?

Dun­ge­on craw­ling macht bloß allei­ne am Rech­ner Spaß. Also Letz­te­res.

Hab ich nur die­se bei­den Optio­nen? ^^ Also wenn du mei­ne ehr­lich Mei­nung hören willst, dann spie­le ich am liebs­ten Dra­ma (Baby!), obwohl das natür­lich kein Spiel­typ ist. Letz­tens hat­ten wir bei­spiels­wei­se ein Zom­bie-Tower-Defen­se-Aben­teu­er mit per­sön­lich Abgrün­den. Sehr geil! Ansons­ten wohl eher inves­ti­ga­tiv, wobei mir klas­si­sche Aben­teu­er-Aben­teu­er (Über­le­ben und Ent­de­cken) eigent­lich auch viel Spaß machen.

7. Verkörperst du lieber den netten, hilfsbereiten oder bösen, hinterhältigen Charakter?

Als Spie­ler oder als Meis­ter? Als Spie­ler bin ich zu den net­ten gekom­men, weil die bösen sich immer so schnell mit den ande­ren SC anfein­den und das dann in die­se däm­li­chen Dis­kus­sio­nen aus­ar­tet. Als Meis­ter hin­ge­gen… Ich hab was für Böse­wich­te übrig, schon allein des­we­gen, weil die SC sofort ein höchst emo­tio­na­les Ver­hält­nis zu ihm auf­bau­en. Nichts moti­viert mehr als eine Skla­ven­trei­be­rin, die ihren Fein­den das Gemächt abschnei­det und es sich als Tro­phäe an den Gür­tel hängt.

Frü­her lag mir der net­te Typ am meis­ten. Der war wesent­lich ein­fa­cher umzu­set­zen (passt am Ende doch bes­ser zur eige­nen Per­son). Mitt­ler­wei­le spie­le ich am liebs­ten Cha­rak­te­re mit einem Spli­en. Mit star­ken eige­nen Moti­ven, die über das Gut und Böse hin­aus gehen. Die las­sen sich auch »ein­fach« spie­len, sind aber je nach Situa­ti­on in bei­de Rich­tun­gen inter­pre­tier­bar. In Erd­fall kämpft am Ende jeder für sich allei­ne.

Und du kannst dir vor­stel­len, dass das gute alte »dam­sel in distress«-Motiv dann gar nicht mehr wirkt: »Lass ihn schrei­en.« Aber was beschwe­re ich mich, wozu habe ich denn Cha­rak­te­r­as­pek­te. Die sind sowie­so viel glaub­wür­di­ger und antrei­ben­der als die gute alte DnD-Ska­la. 😉 Im übri­gen ist Moral ja sowie­so nie schwarz-weiß.

8. Du musst kurzfristig ein dir unbekanntes Abenteuer leiten, wie gehst du vor?

Lie­ber spon­tan sel­ber was kur­zes aus­den­ken, als sich in einem frem­den Aben­teu­er zu ver­ir­ren. Wenn es den Ansprü­chen genügt, reicht z.B. eine Run­de Rat­ten!. Ansons­ten soll es für alle Spaß machen, sodass ich not­falls sogar auf ein Brett­spiel umstei­gen wür­de.

Ehr­lich gesagt habe ich nur ein­mal zu DSA-Zei­ten ein Fer­ti­g­aben­teu­er gemeis­tert und das war ziem­lich lahm. Und dann habe ich (trotz Vor­be­rei­tung) auch noch irgend­ein wich­ti­ges Plotele­ment ver­wech­selt und alles ist durch­ein­an­der­ge­kom­men. War wahr­schein­lich ein­fach mei­ne Schus­se­lig­keit, aber so rich­tig der Bör­ner war’s auch nicht. Zum spon­tan spie­len kann ich auch Kobol­de und Whus­hu emp­feh­len.

9. Es geht zu einer Con. Gibt es etwas ohne das du nicht das Haus verlässt?

Never did dat.

Dito.

10. Wie viele Regale füllen deine Rollenspielbücher oder bist du lieber digital?

Auge­rech­net sind es genau (!) 0,187 Bil­ly Rega­le. Digi­tal gibt es nur das eige­ne Hin­ter­grund­ma­te­ri­al zu Erd­fall. Um der Fra­ge gerecht zu wer­den: Ich bin am liebs­ten ana­log. *Cyborg-Alarm*

Sieht bei mir ähn­lich aus. Ana­log habe ich noch das gan­ze alte DSA-Zeug, zu dem mei­ne Freun­din mir damals bei Ebay noch eine DSA1-Box und irgend­ein uraltes Mate­ri­al für die Ech­sen­sümp­fe erstei­gert hat. Damals habe ich ziem­lich viel über die Hin­ter­grund­welt gele­sen und auch ein­ge­baut. Danach bin ich dazu über­ge­gan­gen, mir den wiki-aven­tu­ri­ca-Arti­kel durch­zu­le­sen und mir den Rest aus­zu­den­ken. Auf dem Rech­ner habe ich hun­der­te Sei­ten selbst­ge­schrie­be­ner Rol­len­spiel­ma­te­ria­len. Damals war ich bei den Wel­ten­bast­lern und habe an mei­nem eige­nen Set­ting Anders­wo gear­bei­tet.

11. Wie viel Zeit hast du in dein meistgespieltes Spiel, egal ob Rollen-, Brett- oder PC Spiel, gesteckt?

Ein­deu­tig War­ham­mer Fan­ta­sy (selbst ohne das Bas­teln und Malen). Vier Jah­re durch­weg, fast jeden Tag wur­de die­sem wun­der­vol­len Hob­by gefrönt. Schon damals war mir das rei­ne Kämp­fen aller­dings nicht genug. Wir haben eige­ne Kar­ten gemalt und unse­re Kam­pa­gnen dar­auf aus­ge­tra­gen. Die Arme­en und deren Helden/ Regi­men­ter hat­ten alle ihre eige­ne Geschich­te und sozu­sa­gen Cha­rak­ter. Ach ja …
Naja und Steam sagt mir 250 Stun­den Sky­rim o.O

Schwer zu sagen. Das kommt immer so schub­wei­se und dann den­ke ich aber fast pau­sen­los an mei­ne Aben­teu­er und Set­tings. Ich hab da so ein Paperblank, das ich immer mit mir füh­re. Und dann natür­lich noch die Zeit auf irgend­wel­chen Blogs.

 

Wir freu­en uns, für das nächs­te Blogstöck­chen zu nomi­nie­ren: Kil­ler­klown von Fran­zö­si­sche Rol­len­spie­le, Mar­kus von sprawl­dogs und Falk von hoch­ist­gut.

Hier unsere Fragen:

  1. Über wel­che Ein­stiegs­dro­ge bist du zu zum Hob­by gelangt? Magic? War­ham­mer? DSA?
  2. Erzäh­le uns die Geschich­te dei­nes Nick­na­mes.
  3. Naaa, stehst du auch so auf Wür­fel?
  4. Jetzt nach Poké­mon Go, hät­test du nicht auch mal Lust auf ein Poké­mon-Rol­len­spiel?
  5. Was war dein erhe­bends­ter Moment im Rol­len­spiel?
  6. Gret­chen­fra­ge: NAR oder GAM?
  7. Wovon lässt du dich inspi­rie­ren?
  8. Wel­ches ist das ver­rück­tes­te Rol­len­spiel, von dem du bis­her gehört hast?
  9. Bist du manch­mal krea­tiv? Erzähl uns davon.
  10. Was war der flachs­te Witz aus dei­ner Run­de?
  11. Wie wür­den dei­ne 5 Taver­nen­re­geln lau­ten, wenn du eine Spiel­spe­lun­ke betrei­ben wür­dest?

2 thoughts on “Blogstöckchen”

  1. Vie­len Dank für die inter­es­san­ten Ant­wor­ten 🙂

    Ihr seid ja total die Musik­pro­fis beim Spiel ^^ Viel­leicht schreibt ihr mal für alle »unwis­sen­den« einen Arti­kel dar­über?!

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