Fradriks »Beutel (alias Alter Sack) Des Zufälligen Besitzes«

Karneval der Rollenspielblogs Dezember 2016

Der Beutel des Zufälligen Besitzes

Huh? Nach­dem mir die ver­gan­ge­nen Mona­te rein gor­nischds zum Kar­ne­val ein­ge­fal­len ist, erweck­te dies­mal eine klei­ne Neben­satz­for­mu­lie­rung mei­ne Auf­merk­sam­keit: »Neue Schät­ze in alten Beu­te­sä­cken. Eine belieb­te, weil nütz­li­che Kate­go­rie: Zufäl­li­ge Beu­te«. Nanu? Klingt das etwa nach Frad­riks »Beu­tel des Zufäl­li­gen Besit­zes«?

Wir spiel­ten damals DSA und mein Mit­spie­ler J… (Erwähn­te ich, dass alle mei­ne Mit­spie­ler »J…« hei­ßen?) woll­te einen dre­cki­gen, häss­li­chen, dreis­ten und wacke­ren Gob­lin namens Frad­rik spie­len. Abge­se­hen davon, dass das so eine typi­sche DSA-Reak­ti­on ist (»Hey, es gibt eine Ras­se ›Gob­lin‹ – Ich will einen Gob­lin spie­len!«), hat­ten wir jede Men­ge Spaß mit Frad­rik, ja viel­leicht sogar den meis­ten. Bei einem oder zwei oder drei Glä­sern Wein mit J… (dies­mal einem ande­ren) ent­wi­ckel­ten wir eine klei­ne Zufalls­lis­te, die zu einem prä­gen­den Ele­ment die­ser Zeit wer­den soll­te: Frad­riks »Beu­tel des zufäl­li­gen Besit­zes«. Ehr­lich gesagt war nur Unfug dar­in und es gab höchs­tens zwei Situa­tio­nen, in denen das Ding wirk­lich nütz­lich war, aber schließ­lich hat­te J… auch kei­ne GP dafür aus­ge­ge­ben. Die­ser Beu­tel war übri­gens mit­nich­ten magisch, er reprä­sen­tier­te nur regel­sei­tig die son­der­ba­re Eigen­heit man­cher Leu­te, alle Din­ge auf­zu­sam­meln und im ent­schei­den­den Moment nur Mist zu fin­den. Oder genau das Rich­ti­ge. Oder etwas Unver­gleich­li­ches, das der Situa­ti­on voll­kom­men neue Mög­lich­kei­ten gibt. Jeder, der schon ein­mal mit einer sol­chen Per­son im Zug saß, wird wis­sen, was ich mei­ne.

Schrott in Erdfall

Auch wenn wir nun längst in einer ande­ren Zeit, an einem ande­ren Ort sind, so habe ich doch die Idee mit dem BDZB in lie­be­vol­ler Erin­ne­rung behal­ten und für mei­nen Schrott­samm­ler­pi­ra­ten in Erd­fall eine ähn­li­che Lis­te erstellt. Sie soll eine Inspi­ra­ti­on für den SL bie­ten, des­sen Spie­ler sagt: »Ich wür­fel mal auf Auf­merk­sam­keit, ob ich was Nütz­li­ches fin­de.« Eigent­lich bin ich kein Lieb­ha­ber von Zufalls­ta­bel­len, aber bei »Zeug« kann ich ein­fach nicht wider­ste­hen. Hier also mei­ne Lis­te für Schrott in Erd­fall.

Die Benut­zung ist denk­bar ein­fach: Würf­le zuerst Auf­merk­sam­keit, Nach­for­schen oder Über­le­ben und dann für jeden Erfolg einen W10 (oder einen hal­ben W20) für die Kate­go­rie und einen gan­zen W20 für den genau­en Gegen­stand. Anschlie­ßend kannst du noch mit einem W6 die Qua­li­tät bestim­men; von 1 – »Kaputt« bis 6 – »Wow! Mit Extras!« Wenn du dich also in einem abge­gras­ten Gebiet befin­dest, soll­te die Schwie­rig­keit ent­spre­chend hoch sein (Wüs­te: Du fin­dest sel­ten etwas) oder der Qua­li­täts­wurf ent­spre­chend mit Malus belegt sein (Stadt: Du fin­dest nur Schrott). Natür­lich kannst du auch fest­le­gen, dass in Sied­lungs­ge­bie­ten die Lis­te für Waf­fen leer ist oder in Fes­tun­gen die für Kunst (ganz pla­ka­tiv). Zum Schluss sei noch ange­merkt, dass die Schrott­ta­bel­len wenig für Powerga­mer, Simu­la­tio­nis­ten oder tod­erns­te Rol­len­spie­ler sind. Ich für mei­nen Teil fin­de sie toll.

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